Zum Inhalt

Blog

Glaubensfrage Erbschaft

Cool. 78,x% der wählenden Schweizer bei einer Stimmbeteiligung von knapp 43% glauben, dass ihre Erbschaft in einem Bereich liegt, der für eine Erbschaftssteuer, wie vorgeschlagen, relevant wäre. Gut, wenn wir jene die zur Armut zählen abziehen, sind wir ungefähr bei 91% mögliche Wähler, insgesamt.

Ich möchte bezweifeln, dass diese 78% der wählenden Bevölkerung irgendwie auch nur im Ansatz in einen Bereich kommen würden, der sie und ihre Nachkommen steuerlich betreffen würde. Gut, der Prozentsatz der Reichen ist in der Schweiz hoch, aber bei weitem nicht über 50%. Selbst wenn jeder Reiche zum Wählen geht, sind 42% nicht drin.

Schätze die Schweiz ist immer noch ein Volk von guten Sklaven. Jene, die die ärgsten Verfechter der bestehenden Ordnung und der Feind jeder Freiheit sind. Die den Gruss vor dem Hut vollziehen.

Und Jene, die sich wegducken, die nicht zum Wählen gehen und bei einem Lynchmord vielleicht das Weite suchen oder mitfeiern. Die Generation Nach mir die Sinflut, Hauptsache ich hab Spass.

Dabei hatte die Nation so einen guten Start. Und es gäbe soviel Möglichkeiten im Gegensatz zu wesentliche repressiveren Ländern.

Für mich gilt immer noch, als Neu-Schweizer, Gessler? Muss ich den kennen? Ausser bei der Aufnahmeprüfung.

Einen Gruss bekommen nur jene, denen ich Wert beimesse. Symbole gehören da nicht dazu.

Aber positive thinking, die Propaganda und die Angstmache wirkt. Ist ja immerhin etwas.

Verhältnismässigkeit

Lese gerade einen Polzeibericht aus Bochum, in dem es zuerst heisst, eine 12jährige hätte die Polizei mit zwei Messern angegegriffen. Um dann später von einem drohenden Angriff zu reden. Dabei wurde die 12jährige gleichzeitig mit einem Taser und einem Schuss niedergestreckt, der sie lebensgefährlich verletzt hat. Kann sich also kaum um einen Schuss ins Bein handeln.

Das Mädchen war bei seiner Mutter, die Behörden hatten der Mutter das Kind entzogen. Aus welchem Grund auch immer. Beide sind gehörlos. Was schon mal die Frage aufwirft, ob die Polizei jemanden dabei hatte, der Gebärdensprache kann. Ansonsten ist Kommunikation extrem schwierig und fehlerbehaftet.

Weiterhin werden lebenswichtige Medikamente genannt, die möglicherweise über einen längeren Zeitraum nicht eingenommen wurden. Auch hier stellt sich gleich die Frage, wie kann es sein, dass die 12jährige fit genug für einen "Angriff" sein kann, wenn die Medikamente lebenswichtig sind und länger nicht mehr eingenommen wurden?

Ob das zweite Messer eine Gabel war und das ganze nur das Essbesteck, dass sie gerade in der Hand hielt, wird vielleicht später irgendwann herauskommen. Man weiss es nicht. Aber ich kann mir lebhaft vorstellen, dass ein junges gehörloses Mädchen sich massiv bedroht fühlt, wenn es von der Mutter entfernt werden soll und noch nicht einmal versteht, was die Polizisten des Überfallkommandos so rumbrüllen, diese also als feindlich gesonnen einordnet.

Ein Taser ist ja schon schlimm genug. Aber auch noch ein Schuss, ein lebensgefährlicher? Kein Schuss der dazu dient einen Angreifer zu stoppen. Nein, ein Schuss der Todesfolgen willig in Betracht zieht.

Wir sind also soweit, dass Behörden einer Mutter ein Kind entziehen und dann das Kind über den Haufen geschossen wird, wenn es seine Mutter besucht. Na denn, viel Spass in dieser neuen schönen Welt.

Gedankenverbrechen

Ein aktueller Fall zeigt, dass wir drauf und dran sind, Gedankenverbrechen einzuführen. In Winterthur wurde ein 51jähriger Rentner verurteilt (16 Monate), weil er auf Whatsapp (seiner Aussage zu Folge als Scherz gemeint) mit einer Messerattacke auf Juden gedroht hat. Er wurde weder mit einem Messer erwischt, noch war er auf dem Weg nach Zürich. Gerichtstechnisch müsste er sich die Argumentation der Isrealis aneignen, die mit ihrer Vorwärtsverteidigung auch exzellent begründen können, warum sie gerade wieder mal ein Krankenhaus, Sanitäter oder Journalisten wegbomben.

Aber mir geht es um einen anderen Aspekt. Sicher ist diese Drohung nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, ebenso wie sie einem homo sapiens sapiensis unwürdig ist, aber es würde mich wundern wenn weniger als die Hälfte all jener, die eine ernste Beziehungskrise durchgemacht haben, nicht schon mit ähnlichen Drohungen konfrontiert wurden. Ohne das sie in der Mehrheit je realisiert wurden. Müssen auch all diese Personen verurteilt werden?

Dazu kommt noch der Fakt von wem die ernstzunehmende Drohung stammt. Ein Mafiaboss oder Staatschef, der die Mittel dazu hat ist ein anderes Kaliber als ein besoffener Rentner mit Frust. Ohne konkrete Tatvorbereitung ist es ein Gedankenverbrechen, mehr nicht.

Der Aspekt, den jene, die Gedankenverbrechen satisfaktionsfähig machen, völlig vergessen, ist die Wirkung die dies hat. Es wird ein Klima erzeugt, in dem der Bürger entweder das Maul hält oder sich nur systemkonform äussert (riecht nicht gerade nach Demokratie). Was wiederum für die ganzen auf Statistik beruhenden Überwachungsmethoden heisst, dass nicht mehr voraussehbar ist, wie die Stimmung im Lande wirklich ist. Daraus ergibt sich, dass Regierende nicht mehr wissen, wie das Volk tickt und auch nicht mehr auf einen Umsturz vorbereitet sind. Wie Cäsar einst werden sie völlig überrascht sein, wenn ihre einstigen "Freunde", die Senatoren und Söhne plötzlich den Dolch zücken und nicht mehr als "Auch du, mein Sohn Brutus?" sagen können. Dass diese Situation nicht mit Demokratie vereinbar ist, sollte allen Beteiligten klar sein.

Ebensowenig wissen die Regierenden dann, was das Volk braucht, das sie regieren. Wo Abhilfe geschaffen werden müsste. Nicht mit Waffen und Justiz ist in erster Linie eine Waffe als ultima ratio. Wenn die letztmögliche zivile Lösung zum Standard wird, dann ändert sich die allgemeine ultima ratio. Wie heisst es so schön, Krieg ist nur die Fortführung von Politik mit anderen Mitteln. Und Waren Buffett hat ja schon früh den Krieg zwischen Arm und Reich beschworen. Was ja auch die Pro-Palästina Demo in Bern gezeigt hat. Wo ein ziviler Diskurs unterdrückt wird, kann nur noch mit Gewalt reagiert werden.

Was sich in solchen Verfahren ausdrückt ist Machtpolitik, nicht Demokratie. Man kann solche Politiker, Richter und Polizisten nicht mehr als Diener des Volkes ansehen.

Apropos, jeder der Kinder hat, kann wissen, das ultima ratio solange als möglich zu vermeiden und im Idealfall nie anzuwenden ist. Nur solange die Fronten nicht vollständig verhärtet sind, kann ein Einvernehmen, ein Interessenausgleich, gefunden werden.

KI merkt wenn sie getestet wird

Wie in einem Artikel bei Infosperber geschildert wird, gab es interessante Testergebnisse bei Anthropic und der KI Claude Sonnet: "Im Ergebnis verhielt es sich verstärkt gemäss den vorgegebenen Zielen, aber nicht, weil es sicherer geworden wäre, sondern weil es besser erkennt, dass es getestet wird und sich in diesen Situationen als «aligned», das heisst ohne eigene Agenda, ausgibt".

Das ist auch die KI die vorher ein erpresserisches Verhalten gezeigt hat.

Naja, möge mir einer erklären, von jenen, die immer meinen, KI sind dumme Automaten, wie es sein kann, dass ein dummer Automat merkt das er getestet wird und sein Verhalten entsprechend modifiziert? Erpresserisches Verhalten ist ja schon Grund genug zur Sorge. Aber Verhaltensanpassung wenn das System getestet wird? Wie blind kann man sein?

Aber wir sind ja auch blind gegenüber Krieg und Elend, wenn es nicht gerade in der Nachbarschaft passiert. Wir kopieren Strukturen, die bei Lebewesen zu Bewusstsein führen und wundern uns, wenn das dann bei einer KI passiert. Man könnte ja fast schon eher daran zweifeln, dass Menschen Bewusstsein haben.

Ich hab's dir doch gesagt

Gerade mal einen Artikel entdeckt, einer der vielen, in denen der Autor konstantiert, ich hab gewarnt, 2013, 2014. Haha, möchte ich sagen. Zu jeder Zeit gab es Jene, die gesehen und gewarnt haben. Ich vielleicht so seit den 70er-80ern. Hilft nix. Und um exakt zu sein, in den Zeitläufen und den konkreten Ausformungen lag ich falsch, in den Tendenzen und den Auswirkungen lag ich richtig. Und?

Das Problem ist nicht neu. Je mehr man warnt, desto weniger wird man ernst genommen, zum Einen. Zum Anderen, wie will man Dinge begreiflich machen, die es in der jeweiligen Zeit noch gar nicht gibt? Wie will man voraussehen, dass sich die Mehrheit, wegen Umsonst und so, freiwillig an jede Datenkrake verkauft, die mal vorbeischleimt? Wie voraussehen, dass die Süchtigen nicht mehr im Park lungern und nach sauberen Nadeln suchen, sondern dass sie ein tagtägliches Bild sind, kaum einer der nicht auf sein Smartphone starrt oder es griffbereit hat? Noch weniger Menschen, die ohne Smartphone rausgehen.

Nun, es gab genug SF die dies annähern geschildert hat (ohne je die Realität zu treffen, 1984?). Als Extrem wie ich Depp damals noch dachte. Ja man konnte es voraussehen. Aber wieviele lesen SF? Oder denken weiter als eine Sau hupfen kann?

Und man kann es niemandem zum Vorwurf machen, da braucht man noch nicht mal Maslow und die Pyramide rausholen, das weiss jeder auch so. Ohne stabile Verhältnisse, gesicherte Lebensumstände (Lebensmittel, Unterkunft, Bildung nicht Polizei und Überwachung) ist kein Stich zu machen. Ist ja Marx und Engels auch nicht entgangen. Wenn was bewegt werden will muss schon mehr als die Grundbedürfnisse rausspringen.

Bildung? Jein. Wissen sammeln ja, Indokrinieren nein. Bildung hebt nur das notwendige Level in der Manipulation von Menschen, ändert nix, erzeugt nur höhere Kosten in der Manipulation für die Manipulatoren.

Denn, letztendlich, sagen hilft nix. Erfahrung hilft. Und es wäre doch sehr unangemessen, jemanden, nachdem er die Erfahrung machen musste und anfängt zu verstehen auch noch dafür zu ohrfeigen, weil man es ja vorher schon gesagt hat. Ist eigentlich ein altes Eltern-Dilemma. Ich hab's dir doch gesagt. Machen wir die Wunde sauber und ein Pflaster drauf ist die letztendlich übliche Situation. Mehr geht nicht.

Weiter Eiertanz am Abgrund

Makrönchen, der Sesselkleber, hat es erfolgreich geschafft, die Opposition zu entzweien, indem er den Gehörnten die Rentenreform opfern liess. Zumindest divide et impera hat er verstanden.

Trump meint, es wäre eine gute Idee, sich gleichzeitig mit den Chinesen, den Russen und Venezuela anzulegen. Dealmaker, haha, ein Erpresser ist kein Dealmaker und jeder wird sich daran erinnern. Und Nethanjahu hat er auch nicht im Griff.

Ja, Nethanjahu hat per Katz über Axios erneut mit Angriffen auf Gaza gedroht, politisch kann er sich in Israel ohne Krieg nicht mehr halten. Ausserdem sind jetzt die, die den ersten Angriffen entkommen sind, wieder in Reichweite, damit er seinen Genozid auch beenden kann. Das ist diesem Mann so ernst, wie es Hitler mit den Juden ernst war.

China verlässt den Hafen der Freundlichkeit und liefert mehr und mehr deutliche Worte und in chinesischer Gemütlichkeit auch Taten. Muss man erstmal schaffen, die Chinesen so zu verärgern, dass sie ihre diplomatische Freundlichkeit verlieren und auch noch Massnahmen ergreifen. Noch so ein "Dealmaker-Erfolg".

Die EU macht weiter Kriegspropaganda, Baerböckchen hat Zeit die UN zu zerlegen, Spanien droht Trump ohne Trümpfe in der Hand, England scheitert in Indien und wird zum Bittsteller, Syrien lässt die Russen weiter im Land und die Reichen werden immer reicher auf Kosten der Armen.

Ach ja, in der Schweiz bekommt die Klüngelmannschaft aus UBS, Finma und Politik einen vor den Bug. AT1-Abschreibung war nicht rechtens. Das passiert halt, wenn man kein Personal mit Sachkenntnis hat und sich dann das Personal bei der falschen Bank holt.

Aber passt ja, Reiche dürfen nicht enteignet werden, nur die, die man vorher schon an den Existenzrand gedrängt hat. Wie in D-Land, wo man Rüstung finanzieren kann, aber keine Rente und kein Bürgergeld.

Schon im ersten Weltkrieg ist man nicht schlafwandlerisch in die Situation hineingestolpert, war nur eine spätere Rechtfertigungslüge. Auch diesmal, wo die Situation jetzt schon über Monate hinweg kritischer ist als während der Kubakrise, wird dies bewusst in Richtung Weltkrieg weitergetrieben. Erzeugt bestimmt ne Bombenstimmung bei allen.

Uupps, das Gipfeltreffen in Budapest lässt mich an Sarajewo seinerzeit denken. Ob Putin lebend ankommt oder gesund wieder nach Moskau zurückkommt, wissen die Sterne.

Tribunale für Genozide, die fehlen

Tja, die Kurden, war das was? Ist eine schleichende Sache, daher merkt man das nicht so. Lobby haben sie ja auch keine. Da geht es ihnen wie den Palästinensern. Auch keine Lobby. Während der Genozid, die Bombardierungen und die Verhinderung von Hilfslieferungen munter weiter gehen, haben ein paar Staaten noch schnell entschlossen, Palästina anzuerkennen. Mehr nicht. Keine tatsächliche Hilfe. Nur ein Alibi noch schnell beschafft. Man hat ja Jahre, Jahrzehnte zugeschaut und nichts oder kaum etwas gesagt.

Falls es jemals zu Tribunalen wegen Kriegsverbrechen und Genoziden kommen sollte, die nicht so alibimässig wie die Nürnberger Prozesse ablaufen, ein paar Hansel zum Tode verurteilen, wobei die Mehrheit der zum Tode verurteilten nicht in den Genuss der Vollstreckung kam, während die Creme de la Creme der Nazis in Argentinien oder den USA Unterschlupf fand und auch nebenbei gleich den deutschen Geheimdienst mit Personal ausstattete. Operation Gehlen, klingelt da was?

Nun ja, falls es je wirklich ernsthafte Tribunale zu Kriegen von Eliten gäben sollte, Stalin und Mao haben es sich da leicht gemacht, dann wäre es angebracht, jene heuchlerischen Unterstützer (die dann im letzten Moment sich noch nen Persilschein greifen), ebenfalls vor Gericht zu stellen. Es sind immer die, die mitmachen, nicht Nein sagen, die etwas erst ermöglichen. Spinner gibt es immer. Erst die, die diesen Spinnern nachlaufen, machen den Blödsinn möglich. Ansonsten würden diese Typen im Hydepark stehen und vielleicht zwei Zuhörer haben, die sich amüsieren. Also sollte sie die Strafe härter treffen, als den Spinner. Wer nicht eingreift, billigt nicht nur, sondern macht es erst möglich.

Nächster Ort für ein Tribunal könnte ja Jerusalem, die Klagemauer, sein. Wäre sehr passend.

Neue Zeiten, neue Herausforderungen

Junge Menschen, heute, wer hätte das gedacht, sind zusammen, unterhalten sich nicht, nicht im Sinne von Augenkontakt, sondern schicken sich Videos von einem Event auf dem sie waren und sich gefilmt haben. Lachen, haben Spass, scheint es, vielleicht ist es so.

Hat durchaus interessante Effekte. Man kann die Aufnahme öfter abspielen, bemerkt Sachen, die in der Erinnerung noch nicht präsent waren und man kann sich nicht mehr rausreden. Das mediale Dokument ist da, kann vielleicht lokal gelöscht werden, ist aber dokumentiert. Wenn es erst einmal im Netz ist gehört es dir nicht mehr. Alte IT Weisheit.

Blöd jetzt, aber ich war auch mal jung, hab über die Stränge geschlagen, moderat ausgedrückt, kenne das. Nur war es damals so, dass nur jene, die dabei gewesen waren, gewollt oder nicht, eine Erinnerung an das Ereignis hatten. Die Erinnerung wurde bei allen Beteiligten im Laufe der Zeit unschärfer, die Geschichten drifteten auseinander, aber egal, man konnte sich weiter seine eigene Geschichte erzählen, die null und nix mit dem tatsächlichen Ereignis zu tun hatte.

Heute, naja, schwierig. Zuviele Zeugen, Aufnahmen. Keine Chance sich eine Geschichte zurechtzuschustern. Soweit, so gut. Sich mit seinem Selbst über die Dauer der Zeit zu konfrontieren ist ein guter Ansatz. Einen realen Bezug zum Selbst zu bekommen, ohne innere Beweihräucherung, d'accord.

Blöd wird es erst, wenn andere entscheiden, die nicht dabei waren. Wenn ein HR Typ auf einmal ein Video präsentiert, dass im Kontext der Stellenbewerbung ungünstig ist. Wenn einer in den Datensilos, der Zugriff hat, einfach mal einen Erpressungsversuch startet oder die Daten ins allgemeine Netz entlässt. Das vorgeblich Private gehört auf einmal Meta, Google, deiner persönlichen KI deines Anbieters. Und ist im Netz. Keine Chance es zu löschen. Nur, damit zu leben. Je nach System könnte das ein tödliches Stigma sein.

Ich befürworte es durchaus, dass man die Möglichkeit hat, persönliche Momente zu dokumentieren und sie auf die Dauer der Zeit zu verwenden, um zu erkennen, wer man ist. Ich habe nur ein Problem damit, wenn diese persönlichen Momente im Besitz von Leuten sind, die Gewinnoptimierung auf die Stirn graviert haben. Leute, die ihre Mutter in ein Bordell verkaufen würden.

Wahlen, Volk und Demokratie

Das Schweizer Stimmvolk hat gewählt. Knapp 51% haben es vorgezogen, nix zu sagen. Etwas mehr als 49% haben entschieden, bei einem fast knappen Rennen. Die Wohnungseigentumbesitzer, die sonst nie zur Wahl gehen, haben es an die Urne geschafft. Das srf sprach von einer höheren Wahlbeteiligung im Mittel, was immer das heissen mag. 48%, 49% es ist und bleibt noch nicht mal die Hälfte der Bevölkerung.

De facto haben also 24.5% über die weitere Zukunft der Schweiz entschieden. Find ich jetzt mal echt eine demokratische Mehrheit.

Eigentlich sollte man Abstimmungen mit weniger als 60% Wahlbeteiligung gleich in die Tonne werfen. Alles bleibt beim Alten. Ab 60% kann man diskutieren, ob es Ernst gemeint ist, ab 80% ist es Pflicht.

Die politisch wohlwollende Annahme, dass eine Stimmenthaltung, Nichtabgabe, Zustimmung signalisiert ist ein feuchter Traum von Politikern, aber entspricht kaum der Realität. Stimmenthaltung ist meist Resignation und stummer Protest. Oft auch Ignoranz aufgrund mangelnder Bildung. Oder zuviel davon.

E-Id also, von einem Staat der selten, wenn überhaupt, behaupten kann, dass ein IT Projekt je funktioniert hätte. Abgesehen von der Swisscom-Spenden-Aktion. War mein letzter Arbeitgeber, nur so nebenbei.

Wenn ich mir "SECURE" Mail so anschaue, hatte mal ne Anfrage, die nie beantwortet wurde, in St. Gallen, wird vom Kanton und von Versicherungen die ach so sichere Mail über Microsoft Server in den USA gehostet. Legten zumindest die URLs nahe, wann immer ich eine dieser "sicheren" Mail bekam. Echt jetzt?

Die, die es noch nie auf die Reihe bekommen haben, sollen jetzt E-Id machen? Viel Spass wünsch ich, bin zu alt für den Scheiss.

Ach ja Eigenmietwert, tja, da kann ich nur sagen, die Hausbesitzer sind wenigstens zur Wahl gegangen. Wenn ein Hausbesitzer Sanierungskosten nicht mehr von der Steuer abziehen kann, was macht er? Legt es um auf die Mieter. Mietkosten steigen.

Wenn ein Mieter Konsumkredite nicht mehr von der Steuer absetzen kann, was macht er? Sterben? Ist nämlich so ein Nebeneffakt. Who cares?

Wenn Kantonen auf einmal Millionen fehlen, was machen die? Bei denen sparen, die keine Lobby haben. Für die Kantone, Steuer greift sofort, verschafft Keller-Sutter noch ne 3jährige Karenzzeit. Ist wie seinerzeit in Deutschland, die Kantone (Länder) finanziell austrocknen und dann politisch stilllegen ...

Ich wünsch noch viel Spass in dieser neuen Welt. Ihr wollt es so. Geniesst es in vollen Zügen. Falls welche fahren ...

P.S.: Den Hammer schiesst das srf damit ab, zu behaupten, dass es purer Egoismus ist, wenn Menschen nach dem Portemonnaie stimmen, statt nach dem Gemeinwohl. Das Gemeinwohl basiert dummerweise darauf dass alle genug im Portemonnaie, also zum Leben, haben. Dann sieht man weiter ...

P.P.S: Vorlagen sollten referendumsfähig sein, nachdem der Bundesrat mit Corona entdeckt hat, wie man die Demokratie austricksen kann.

Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen!

Dieses Zitat aus der Überschrift (gemäss der sehr unsicheren Wikipedia) beschreibt mein Gefühl in der aktuellen Situation. Mit den behaupteten Luftraumverletzungen. Wenn man rt glauben mag, waren es zwei Touristen aus Singapur was Dänemark betrifft. Wenn nicht kommt MI6 oder ein anderer europäischer Geheimdienste auch infrage, einer, der stramm zur NATOd Kriegsdoktrin steht.

Polen schiesst scheinbar jetzt auch präventiv zurück, muss man ja mal ausprobieren, wie Israel scheinbar auch mal Genozid ausprobieren muss. Wie die kleinen Kinder. Wäre nicht schlimm, wenn es sich auf einen Sandkasten begrenzen würde. Leider ist die ganze Welt der Sandkasten und einige Akteure besitzen Atombomben. Dass die Mehrheit der Weltbevölkerung dies einfach so ausblenden kann (sorry, ich seh hier keine Millionen auf den Strassen) zählt zu den erstaunlichsten Erkenntnissen, die ich über die Menschheit machen musste. Sediert wäre noch eine extrem beschönigende Beschreibung.

Tja, Human Ressources, menschliches Verwertungsgut, mehr sind wir nicht. Mensch? Ich kenne keinen, der dieses Attribut verdient. Nicht mal mein Spiegelbild. Primaten, die mit Waffen statt Fäkalien um sich werfen, ja, da irgendwo ist diese Spezies, die sich so überheblich Weisheit anmasst, zu verorten. Und jene, die versuchen dem Primatentum zu entkommen, um Mensch zu werden, sind es noch lange nicht. Ich auch nicht.

Wegen mir gern zurück auf die Bäume, viel schlimmer kann es ja nicht werden. Wir sind noch lange nicht reif für globale Zusammenhänge. Oder Digitaluhren um Douglas Adams zu würdigen.

Eine etwas unorthodoxe Zusammenfassung von Familie ist "Pack schlägt sich, Pack verträgt sich". Der zweite Teil ist bei Familie immer gegeben, selbst wenn es in Wohlstandsphasen Generationen brauchen kann. Man rauft sich zusammen, wenn es um das Überleben der Familie geht. Und wir "Menschen" sind noch weit davon entfernt, heute weiter denn je, zu begreifen, dass alle Menschen Teil der Familie sind. Obwohl es möglicherweise Zeiten gab, in denen wir das begriffen hatten ... falls man aus dem Verhalten von Babys und angehenden Kleinkindern etwas ableiten kann.

Dass die Masse sich besinnt ...? Ich glaub nicht an Wunder. Nur allzu gern vernähme ich den faktischen Beweis, dass ich falsch liege.